Pilgerherberge und Begegnungsstätte am Zittauer Jakobsweg
Wer immer in guter Absicht diese Schwelle betritt, er sei uns willkommen.
Im Neißetal bei Kloster Marienthal
 

Ausstellung von Werken des Ostritzer Künstlers Emil Pischel (27.05. - 02.09.2018)

Ab Sonntag (27. Mai) ist im Pilgerhäusl in Hirschfelde, Komturgasse 9, eine Ausstellung zu sehen, die einem vor allem im Südteil des Kreises Görlitz sehr bekannten Künstler gewidmet ist: Emil Pischel.

Der Künstler wurde am 25.03.1908 in Ostritz geboren. Mitte der 30-er Jahre des vorigen Jahrhunderts ließ sich der gelernte Schmied dort als freischaffender Künstler nieder. In den 40-er und 50-er Jahren wandte er sich zeitweise der realistischen Monumentalmalerei zu und schuf zahlreiche Wand- und Tafelbilder in Zittau, Bautzen, Schönau, Hagenwerder, Hirschfelde und Zwickau. Pischels Bilder wurden auf zahlreichen Kunstausstellungen gezeigt und fanden Eingang in die Kalender des Kunstverlages Schubert aus Ebersbach („Oberlausitzer Heimatland“/„Sächsische Gebirgsheimat“). Ein großer Teil seiner Auftragsarbeiten kam aus dem Bereich der sakralen Kunst. Zahlreiche Kreuzwege in katholischen Kirchen zeugen von seiner tiefen Religiosität und dokumentieren zugleich die Anerkennung seines Schaffens über die Grenzen der Oberlausitz hinaus. Deshalb sind in der Ausstellung im Pilgerhäusl auch fünf Bilder mit religiösem Inhalt zu sehen. Durch sein Gesamtwerk, das über die Region hinaus Bedeutung erlangte, erfuhr die Kunstlandschaft der Oberlausitz im 20. Jahrhundert eine wertvolle Bereicherung. Am 6. November 1989 verstarb Emil Pischel in Ostritz.

Die Ausstellung ist bis zum 2. Sept. 2018 zu sehen. Das Pilgerhäusl öffnet gern seine Pforten für interessierte Besucher nach vorheriger Anmeldung.


Folgende Werke können besichtigt werden:

Im Neißetal bei Kloster Marienthal, Öl auf Leinwand, 55 x 70 cm
In Jonsdorf, Bleistift, 21,2 x 29,7 cm, 1978, bez. u. l.: „In Jonsdorf // Emil Pischel 1978“
Haus in Zinnwald, Bleistift, 24 x 32 cm, 1982, bez. u. r.: „Zinnwald // 10.7.82 // Emil Pischel
Maria und Johannes beim Gekreuzigten (Grabmalentwurf für Berta Voigt), gelbe Kreide auf schwarzem Papier, 46 x 32,4 cm, 1932?, knickspurig
Oberlausitzer Dorf, Aquarell, 29,6 x 42,2 cm, unsigniert, undatiert
Riepenburger Holländerwindmühle in Hamburg-Kirchwerder, Farbstifte,
Noah in der Arche und die Taube mit dem Ölzweig, Deckweiß auf schwarzem Papier, 183 x 17 cm, monogrammiert u. r. EP
Städtische Landschaft (wohl Ostritz), Aquarell über Bleistift, 24 x 152 cm, bez. u. l. mit Bleistift: „Emil Pischel 1934“
Im Spätsommer (Berzdorf), Pastell, 1960, 41 x 54 cm
Grablegung Christi, Lithographie, 25,3 x 35,5 cm, bez. u. r: , undatiert um 1930/32
Heiliger Bruder Konrad von Parzham (Kopie nach Gemälde), Rötel, quadriert, 44,4 x 35 cm, bez. u. r.: 1956 (?)
Studie für eine Kreuzwegstation Christus fällt mit dem Kreuz, Aquarell, 1930er Jahre
Kirche in Mühlbach am Hochkönig (in Österreich südlich von Berchtesgaden), Feder in schwarzer Tusche, aquarelliert, 31,8 x 23,8 cm, 1939
Blick auf Ostritz vom Hutberg, Bleistift, 16 x 22,4 cm, unbez.
Kirche in Bojana (Bulgarien), Farbstifte, 1963, 21 x 26 cm
Bulgarische Landschaft, Farbstifte, unbez. (1963), 21 x 26 cm
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